Wie oft hören wir es: Kein Problem nachdem wir ein GetrĂ€nk in einer Bar bestellt haben, kein Problem nachdem wir uns fĂŒr etwas bedankt haben oder kein Problem nachdem wir FrisurwĂŒnsche beim Friseur geĂ€uĂert haben. Dabei meinen es die Kein-Problem-ErwĂ€hner nur gut mit uns. Unser Gehirn reagiert allerdings anders darauf.
Kein Problem ist eine Floskel
Das Wort âProblemâ kennen wir schon von klein auf. Es ist mit einem BedeutungspĂ€ckchen in unserem Unterbewusstsein abgespeichert. Dieses BedeutungspĂ€ckchen enthĂ€lt bei jedem von uns unterschiedliche Inhalte und ist unterschiedlich groĂ. Einer dieser Inhalte ist allerdings bei den meisten von uns Ă€hnlich: Das Wort âProblemâ hat etwas Unangenehmes, Ungutes, Negatives.
Wenn uns jemand etwas erzĂ€hlt, stellt unser Unterbewusstsein in unglaublicher Geschwindigkeit alle von uns gelernten Informationen inklusive der GefĂŒhle zu diesem Thema zusammen und âschlĂ€gt es dem Bewusstsein vorâ, damit wir -falls nötig- bewusst antworten können. Diese Arbeitsweise des Gehirns dient dem Sparen von Energie, da bewusstes Denken deutlich mehr Energie verbraucht als das Unbewusste.
Hören wir also âProblemâ, werden unbewusst alle Informationen inklusive der GefĂŒhle zu dem Wort âProblemâ zusammengestellt. Das Gehirn stellt sogar die Informationen trotz des Wortes âkeinâ zusammen. Nur vorsichtshalber, damit wir im Eventualfall doch noch bewusst antworten können. Wir könnten zum Beispiel anschlieĂend fragen: âKönnte es denn zu einem Problem werden?â Das dient zwar nicht einem positiven GesprĂ€chsverlauf, lĂ€sst aber alle Parteien bewusst ĂŒber die Floskel nachdenken.
Achten Sie bewusst auf Ihre Negationen und formulieren Sie diese um, damit das Unterbewusstsein Ihres Zuhörers positive Informationen und GefĂŒhle zusammenstellen kann. In unserem Kommunikationstraining werden diese Inhalte auch besprochen.
Herzliche GrĂŒĂe
Frank Thiel
Trainer und Online Moderator fĂŒr Soft Skills